Arbeit, Leben, Gerechtigkeit

Geschichten aus der Heimat.  Das St.- Josephs- Hospital in Gelsenkirchen – Horst.         

Horst ist ein Stadtteil von Gelsenkirchen und bildet zusammen mit den Stadtteilen Beckhausen, Sutum und Schaffrath den Stadtbezirk Gelsenkirchen – West. Der Stadtteil Horst grenzt an Essen – Karnap, Gladbeck – Brauck und an den Stadtbezirk Gelsenkirchen – Nord an. Horst zählt zu den ältesten Keimzellen des besiedelten Emschertales. Germanische Brukterer gelten als die ersten Siedler, um 700 kamen die Sachen, später die Franken. (schrieb Georg Meinert von der WAZ am 07.05,2007 unter dem Titel: Mit den Wildpferden fing alles an. Sie Siedelten in Rundhöfen  in der nähe des späteren Dorfes Horst an, (schrieb der Horster Heimatforscher Heinrich Alldieck, hier gab es einige höher gelegene Uferstellen, die trockenes Ackerland boten und das Ansiedeln von ersten Höfen ermöglichten.  Die nicht als Acker brauchbaren Wiesen, Wälder und Moore des Emscherbruchs nutzten die ursprünglich freien Bauern als gemeine Mark, d.h. als ungeteiltes, von den wenigen Siedlern gemeinsam als Viehweide oder zur Holzgewinnung genutztes Areal (Horster Mark). Aber es gab in diesem Feuchtgebiet auch andere Bewohner – Wildpferde.  Das Feuchtgebiet des Emscherbruches war Heimat der Emscherbrücher Dickköppe - wegen ihrer breiten Kopfform so genannt. Auch im Bereich des heutigen Horst wurden sie von "Strickern" per Lasso gefangen. Nach den Strickern wurde die heutige Strickerstraße im Horster - Süden benannt. Insbesondere im Gebiet des heutigen Horst erwarb ein Adeliger des Hauses Horst an der Ruhr (im heutigen Essen- Steele) offenbar Dank seiner guten Beziehung zum Essener Stift von der dortigen Äbtissin das verbriefte Recht zum Wildpferdefang im Emscherbruch. Die Rittersleute nutzten dies lange Zeit zu einem nicht zu unterschätzenden Pferdefang und –handel. Um die Arbeit zu erleichtern, richteten "derer von Horst" vermutlich schon vor 1200 auf einer angehobenen Stelle mitten im Sumpfgebiet des Emscherbruches eine erste Unterkunft ein, ein Gehöft, das sie als Schutzhütte nutzten, so die Archäologen des Westfälischen Museums für Archäologie. Es kann Spuren von Pfosten- und Schwellbalkenbauten mehrerer Hausgenerationen einer Hofanlage des 11. und 12. Jahrhunderts nachweisen, schreibt Schloss-Horst-Kenner Elmar Alshut und Hans-Werner Peine. Gefunden wurden Reste eines Zweiraumhauses, dessen größerer Raum mit einer gepflasterten Herdstelle, der kleinere mit einem Kachelofen ausgestattet war. "Bauweise, Ausstattung und Inventar lassen weniger auf herkömmliche als auf eine spezielle Bewirtschaftung, etwa die Pferdezucht, schließen", so Alshut und Peine. Ein Flechtwerkzaun friedete zudem ein Viehpferch ein. Die Umgebung des Horster Schlosses im 17. Jahrhundert

Schon Anfang des 13. Jahrhunderts - es gab nach wie vor keine dörflichen Strukturen -  Gerhard von der Horst naute die Hofstelle zu einer hölzernen Wehranlage aus. Historiker gehen davon aus, dass bereits 1210 diese mehrteilige Burg auf einem künstlich erweiterten Hügel stand. Gerhard von der Horst, der Erbauer, war ein jüngerer Sohn von Rutger von der Horst, zu der Zeit Burgherr an der Ruhr. Als solcher konnte er den Stammsitz in Steele nicht übernehmen. Womöglich erhielt er das Gehöft in Horst-Emscher als Erb-Ausgleich, das er zur Wohnstätte ausbaute.Die erste hölzerne Burg in Horst im Broiche, wurde zwischen 1200 und 1210 von Gerhard von der Horst bezogen, sie entstand auf einem wasserumwehrten, künstlich aufgeworfenen Hügel mit einem Durchmesser von 40 Metern. Um vor Überflutungen der Emscher sicher zu sein, war der Hügel rund zwei Meter hoch. Vermutlich gab es auch einen Außenwall, so die Schloss-Horst-Kenner Elmar Alshut und Hans-Werner Peine. http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/gelsenkirchen-buer/2007/5/7/news-597575/detail.html gefunden: am 07.05.2007

 Schon zu jener Zeit weisen die Archäologen in Horst eine westlich vorgelagerte Vorburg nach, die über eine Brücke den Zugang zur Hauptburg ermöglichte. Auch eine erste, kleine Kapelle, vermutlich bereits auf den heiligen St. Hippoliti geweiht, ist dort längst zu finden, berichten die Archäologen.

 

Die hölzerne Burganlage fällt schon wenige Jahre nach ihrer Errichtung einem Brand zum Opfer, möglicherweise durch kriegerische Auseinandersetzungen. Mitte des 13. Jahrhunderts ersetzt die Familie von der Horst die hölzerne Palisade durch eine Ringmauer aus Stein und erhöht den Hügel bei etwas geschrumpftem Grundriss um wenigstens eineinhalb Meter, so Alshut und Peine. Darauf baut sie ein in Bruchstein aufgemauertes, turmartiges Wohngebäude mit zwei Räumen und einem zur Lagerung genutzten Sockelgeschoss. Der Bruchsteinbrunnen der Vorgängerburg bleibt weiterhin zur Wasserversorgung erhalten. Bis ins 16. Jahrhundert hinein erweitert man diesen Wohnturm, fügt weitere Gebäude hinzu, teilweise auf Pfahlrosten bis in die Gräfte hinein, und setzte einen Kloakenbau hinzu, der in die Gräfte entsorgt.

 

 Gerhard, der vier Söhne hatte, stirbt um 1230. Sein ältester Sohn Dietrich von der Horst wird Burgherr zu Horst, schreibt Frin. Er war um 1200 geboren, wird 1234 erstmals als Ritter erwähnt und stirbt 1269. Gerhards zweitältester Sohn, Dietrichs Bruder, Eberhard von der Horst, der 1210 in Horst im Broiche geboren wurde, macht dem Namen der Familie alle Ehre als erzbischöflicher Lehnsmann und bewegt sich im Gefolge des Grafen von Kleve. Er stirbt vermutlich 1288. Dritter Sohn Gerhards war Ludolf, dessen Sohn laut Herjo Frin der Stammsitz übertragen wird.

 

Dietrichs Enkel war Arnold von der Horst, der 1282 die berühmte Urkunde von König Rudolf von Habsburg erhält, neben seiner Burg eine Stadt errichten zu dürfen. Zu diesem Zeitpunkt lebt Arnold aber nicht im Emscherbruch, sondern auf einer Burg in Alfhausen bei Osnabrück. Dorthin waren vermutlich schon früher Teile der Familie geflüchtet, nachdem sie 1225 in einen politischen Mordkomplott an den Bischof von Köln beteiligt waren, so der Horster Historiker Klaus Gonska. Wahrscheinlich war dies auch der Grund für das Gemetzel in Horst im Broiche mit dem Niederbrennen der Burg, so Alshut und Peine. Auf jeden Fall beziehte sich, so Gonska, die Stadtrechtsurkunde auf die Burg bei Alfhausen.Die erste hölzerne Burg in Horst im Broiche, zwischen 1200 und 1210 von Gerhard von der Horst bezogen, entstand auf einem wasserumwehrten, künstlich aufgeworfenen Hügel mit einem Durchmesser von 40 Metern. Um vor Überflutungen der Emscher sicher zu sein, war der Hügel rund zwei Meter hoch. Vermutlich gab es auch einen Außenwall, so die Schloss-Horst-Kenner Elmar Alshut und Hans-Werner Peine.

 

Schon zu jener Zeit weisen die Archäologen in Horst eine westlich vorgelagerte Vorburg nach, die über eine Brücke den Zugang zur Hauptburg ermöglichte. Auch eine erste, kleine Kapelle, vermutlich bereits auf den heiligen St. Hippoliti geweiht, ist dort längst zu finden, berichten die Archäologen.Die hölzerne Burganlage fällt schon wenige Jahre nach ihrer Errichtung einem Brand zum Opfer, möglicherweise durch kriegerische Auseinandersetzungen. Mitte des 13. Jahrhunderts ersetzt die Familie von der Horst die hölzerne Palisade durch eine Ringmauer aus Stein und erhöht den Hügel bei etwas geschrumpftem Grundriss um wenigstens eineinhalb Meter, so Alshut und Peine. Darauf baut sie ein in Bruchstein aufgemauertes, turmartiges Wohngebäude mit zwei Räumen und einem zur Lagerung genutzten Sockelgeschoss. Der Bruchsteinbrunnen der Vorgängerburg bleibt weiterhin Wasserversorgung erhalten. Burg Horst um 1550 nach einem Kupferstich v. Franz Hogenberg

 

Bis ins 16. Jahrhundert hinein erweitert man diesen Wohnturm, fügt weitere Gebäude hinzu, teilweise auf Pfahlrosten bis in die Gräfte hinein, und setzte einen Kloakenbau hinzu, der in die Gräfte entsorgt.

 

Gerhard, der vier Söhne hatte, stirbt um 1230. Sein ältester Sohn Dietrich von der Horst wird Burgherr zu Horst, schreibt Frin. Er war um 1200 geboren, wird 1234 erstmals als Ritter erwähnt und stirbt 1269. Gerhards zweitältester Sohn, Dietrichs Bruder, Eberhard von der Horst, der 1210 in Horst im Broiche geboren wurde, macht dem Namen der Familie alle Ehre als erzbischöflicher Lehnsmann und bewegt sich im Gefolge des Grafen von Kleve. Er stirbt vermutlich 1288. Dritter Sohn Gerhards war Ludolf, dessen Sohn laut Herjo Frin der Stammsitz übertragen wird. Dietrichs Enkel war Arnold von der Horst, der 1282 die berühmte Urkunde von König Rudolf von Habsburg erhält, neben seiner Burg eine Stadt errichten zu dürfen. Zu diesem Zeitpunkt lebt Arnold aber nicht im Emscherbruch, sondern auf einer Burg in Alfhausen bei Osnabrück. Dorthin waren vermutlich schon früher Teile der Familie geflüchtet, nachdem sie 1225 in einen politischen Mordkomplott an den Bischof von Köln beteiligt waren, so der Horster Historiker Klaus Gonska. Wahrscheinlich war dies auch der Grund für das Gemetzel in Horst im Broiche mit dem Niederbrennen der Burg, so Alshut und Peine. Auf jeden Fall beziehte sich, so Gonska, die Stadtrechtsurkunde auf die Burg bei Alfhausen. 

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/gelsenkirchen-buer/2007/5/11/news-609030/detail.html , gefunden am: 11.05.2007

 

Schon im 14. und 15. Jahrhundert lassen sich im Schatten der Horster Burg Bedienstete sowie Krämer und Handwerker nieder - zunächst in einem eigens vorgelagerten Bereich, der Vorburg, später auch in einer kleinen Siedlung gegenüber der Burg. So wie die Herren der Burg als freie Ritter besondere Privilegien genießen, haben die nichtadeligen Leute, die aber auf adeligem Grund wohnen, besondere Rechte, vor allem sind sie "freie Personen", berichtet der Horster Heimatforscher Heinrich Allekotte. Ihr Wohnbereich wird als "Freiheit" bezeichnet.

 

Die Burg ist allen Freiheitsbewohnern, aber auch den in der Umgebung lebenden freien Bauern auf ihren Einzelhöfen, eine Zufluchtsstätte. Hier können sie, wenn es nötig ist, ihr Hab und Gut in Sicherheit bringen.

 

Als Gegenleistung verpflichten sie sich, so der Heimatforscher Heinrich Alldieck, "dem Hause Horst treu und hold zu sein": so kommt es zu Jahres- und Wachszinsleistungen der Horster an die Burgherren. Darauf weist eine Urkunde aus 1411 hin. Die von der Horst ziehen ihre Untertanen auch zu Hand- und Spanndiensten heran: Sie müssen etwa beim Wegebau rund ums Schloss sowie bei der Instandhaltung der Wälle an der Mühlenemscher helfen. Oder sie "spannen" den Wagen an, um für die Herrschaft Botendienste in die Umgegend zu erledigen. Im Gegenzug gewährt ihnen der Burgherr, damit sie wirtschaftlich über die Runden zu kommen, die gemeinsame Nutzung der Horster Mark.

 

Auch ansonsten herrschen strenge Regeln: Die Horster sind, so Allekotte, verpflichtet, ihr Korn an der gutsherrlichen Mühle mahlen zu lassen. Brauen sie Bier, müssen sie von jedem Gebräu eine Probekanne an den Burgherrn liefern. Branntwein darf nur mit Genehmigung des Burgherrn gebrannt werden.

 

1573 Schloß Horst von 1554- 1573 Erbaut sahnach seiner fertig stellung so ausRütger ist schon im besten Mannesalter, als die Burg Horst mehr und mehr verfällt - trotz erheblicher Verbesserungsarbeiten 1540: Da wird der Bergfried mit Hilfe der Freiheitsbewohner neu mit Lehm verputzt, da werden ein Jahr später Zugbrücke, Dächer und Fenster erneuert, so die Schloss-Horst-Kenner Alshut und Peine. 1547 wird unter den Kindern von Johann - Rütger, Heinrich und Dietrich - das Erbe aufgeteilt, obwohl der Vater bereits 1532 (die Mutter sogar 1522) verstorben war. Schwester Anna kommt ins Zisterzienser-Kloster Sterkrade, wo sie später Äbtissin wird.

 

Rütger, der wie seine Brüder eine für damalige Verhältnisse überaus gute Erziehung genießt (als Abschluss eine "Kavalierstour" nach Frankreich) erhält die Stammburg der Familie, "dat Hueß zor Horst". 1550 äußert er sich verärgert über den Zustand der Burg, die verwahrlost sei. Rütger, der 1548 die wohlhabende Anna von Palandt geheiratet hatte, beginnt mit weiteren Reparaturarbeiten, die aber durch ein Feuer gestoppt werden. die Burg wird schwer beschädigt. Ein Wiederaufbau lohnt nicht.

 Rütger, der im Dienste des Erzbischofs von Köln zu Ruhm und Geld gekommen ist, schmiedet Neubaupläne. 1554 beginnt er auf den niedergerissenen Ruinen der alten Burg den Bau eines zeitgemäßen Neubaus - eines gewaltigen Schlosses, größer, schöner und repräsentativer als die Vorgängerburgen und alles in der Umgegend. Bis 1573 wird an dem regelmäßigen quadratischen Anlage mit mächtigen Ecktürmen und qualitätsvoller Bauskulptur gebaut. Ab 1558 begleitet der Stadtbaumeister von Arnheim, Arnt Johannsen, die Arbeiten als Architekt.

 http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/gelsenkirchen-buer/2007/5/15/news-617373/detail.html  gefunden: am 15.05.2007

 

 

 

 

Der Bau des prachtvollen Schlosses in Horst prägt Mitte des 16. Jahrhunderts über viele Jahre das Leben in Horst. Das kleinbäuerliche Leben wird durch die Riesenbaustelle empfindlich gestört. Viele Horster sind Zuarbeiter für die Bautrupps Rütger von der Horst, andere verdingen sich als Hilfsarbeiter. Das kleine Dorf an der Emscher - es erlebt einen regelrechten wirtschaftlichen Aufschwung. Zeitweise lockt die Baustelle in den Jahren 1554 bis 1573 an die 400 Arbeiter an. Die wollen verköstigt werden, brauchen eine Unterkunft. Rütger hatte ihnen bei der Anwerbung Kost und Logis in der Freiheit versprochen. Es entstehen neue Wege, neue Häuser. Der berühmte holländische Architekt Arnt Johannsen, Chef auf der Baustelle, bekommt ein eigenes. Rütger selbst wohnt, wenn er in Horst ist, auf der Vorburg, später, als Teile des Schlosses fertig sind, auch schon in einigen Räumen seines Neubaus. Die Verkehrswege zu den Nachbargemeinden wurden Ausgebaut, über die Straßen die von Buer, Gladbeck oder Essen nach Horst führten wurde all das Baumaterial für den repräsentativen Neubau, der herangeschafft. Rütger ist seit 1559 Amtmann im kürkölnischen Rheinberg. Kurz darauf wird Rütger von Horst erbauer von Schloß Horst starb 1582 im alter von 63-jahren.der Vertraute des Kurfürsten und Erzbischofs in Köln Marschall, erhält weitere Machtbefugnisse, womit sein Einfluss, womöglich auch sein Vermögen wachsen. Als Berater und in verschiedensten diplomatischen Missionen dient er bis zu seinem Tod fünf Kölner Kurfürsten, schreiben die Schloss-Horst-Kenner Elmar Alshut und Hans-Werner Peine. Den Höhepunkt seiner Karriere erreicht er, als er Statthalter des Kurfürsten im Vest Recklinghausen wird, der kurkölnischen Enklave, die bereits seit dem 12. Jahrhundert existiert.

 

 

 

 

Für den Kurfürsten übt Rütger fortan die politische und territoriale Macht im Vest aus. Das Vest trennt im Norden die Lippe vom Fürstbistum Münster, im Süden die Emscher von Dortmund und der Grafschaft Mark und weiter westlich vom Stift Essen. Westlich schieben sich das Herzogtum Kleve sowie die Grafschaft Moers zwischen das Vest und das kurkölnische Kernland. Rütger kontrolliert in Horst - an einem der wenigen Übergänge über die Emscher - auch den Handel.

 

Anna von Palandt Ehefrau von Rütger von Horst starb drei Jahre nach Ihrem Mann 1585Schon früh üben derer von Horst in der Umgebung ihrer Burg - in der "Herrlichkeit Horst" - die Gerichtsbarkeit aus. 1411 umfasst die Herrlichkeit neben dem Dorf, den umliegenden Einzelhöfen, den Wachszinspflichtigen der auf den hl. Hippolytus geweihten Burgkapelle und der Horster Mark auch die Bauernschaften Braubauer (Brauck) und Natrop im Kirchspiel Gladbeck. 1577 erreicht die Herrlichkeit Horst unter Rütger ihre größte Ausdehnung: Es kommen die Bauernschaften Vogelsang und Eckert sowie die Bauernschaften Holthausen, Beckhausen und Heege aus dem Kirchspiel Buer dazu.

 

 

 

 

Rütger hat selbst nicht mehr viel von seinem schmucken Anwesen: 1573 wird das Schloss, das zu den schönsten Bauwerken seiner Zeit zählt und - so der Heimatforscher Heinrich Allekotte - ein Bau von beispiellosem Reichtum ist, fertig, doch schon 1582 stirbt er 63-jährig. Seine Frau Anna von Palandt überlebt ihn um drei Jahre.

 

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/gelsenkirchen-buer/2007/5/20/news-627150/detail.html gefunden: am 20.05.2007

 

 Im Jahre 1706 übernahm Ferdinand von Fürstenberg  Schloss und Herrlichkeit Horst und wurde von der Bevölkerung euphorisch empfangen.

Ganz Horst stand auf dem Kopf. Zehn Tage lang wurde gefeiert, die Feierlichkeiten, begannen am 20. Juli. „Mit klingendem Spiel“ huldigten die Horster, fein herausgeputzt begleiteten sie Ferdinand bei seinem „Schnatgang“ rund um Horst. Mit diesem „Schnatgang“ trat  er seinen Besitz offiziell offizielle an, berichtet der Heimatforscher Heinrich Alldieck aus dem Original – Protokoll der Übername.

 

Für 110 000 Reichstaler hatte die Familie Fürstenberg Schloss und Herrlichkeit von Dietrich von der Recke gekauft, dieser hatte das Schloss in dritter Generation bewohnt und war in finanzielle Engpässe geraten, so Schloss – Horst – Experte Elmar Alshut.

 

Die Fürstenbergs waren eine reiche westfälische Adelsfamilie und stammten von der Burg  Her- dingen im Sauerland. Erst später, nach der Erbaufteilung, residierte ein Teil der Familie auf schloss Hugenpoet in Essen,

 

Mit  dem Kauf von Schloss Horst, auf dem die Fürstenbergs höchstens bei Besuchen wohnten – erweitern sie ihre Besitztümer.

Aber es war nicht alles Gold was Glänzt, denn bereits zwei Jahre später 1708 hat die Familie Fürstenberg viel Ärger mit Horst, denn es entzündet sich ein langer juristischer Streik um das Schloss,  der erst 96 Jahre – 1802 – durch einen Vergleich beigelegt wurde. Ein Neffe Diederichs - Franz Johann von der Recke - hatte Besitzansprüche angemeldet und Klage erhoben, so Historiker Klaus Gonska. Der Streit zieht sich über mehrere Generationen hin, zeitweise ziehen von der Reckes wieder aufs Schloss, werden zwangsweise ausquartiert. Durch Einheiraten ist am Ende die Familie von Westerholt juristischer Gegner der Fürstenbergs, die schließlich 76 000 Reichstaler Vergleichssumme zahlt, aber Besitzer des Schlosses bleibt.

 

Auch ansonsten haben die Fürstenbergs nicht viel Freude an dem Horster Schloss, dessen baulicher Zustand sich zusehends verschlechtert. Der Verfall begann bereits zur Zeit der Familie von der Recke. 1723 beginnen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen, die den immer rascher auftretenden Verfall aber nicht aufhalten können, so Alshut. 1706 tritt auch ein neuer Pfarrer in Horst seinen Dienst an: Hermann Vollminghoff. In seiner Amtszeit wird für die baufällige Kapelle auf der Vorburg eine neue Kirche an der Burgstraße gebaut. Freiherr von Fürstenberg, Patronat der Pfarrgemeinde St. Hippolytus, hilft dabei, schreibt Heimatkundler Karl Heinz Breil.

 

Das Grundstück kauft Vollminhoff Die alte Kirche mit Friedhof ervaut 1853vom Bürger Heinrich Küper, der mit einem Grundstück in der Billshorst entschädigt wird. 1753 ist Einweihung der 21,80 Meter langen und 9,60 Meter breiten Kirche, die in ihrem Dachreiter eine Glocke hat. 1755 wird um die Kirche herum zusätzlich ein Friedhof angelegt. Neben der Burgstraße hat sich zu dieser Zeit längst eine zweite Straße zur Wohnstraße des Dorfes entwickelt: Die Essener Landstraße oder Essener Chaussee, die in ihrem westlichen Teil etwas weiter nördlicher als heute (über die Straße Am Wedem) führt. Dort entsteht, zwischen zwei Emscherarmen, das Pfarrerhaus. Das Pastorat ist von den Flussarmen umschützt wie ein Heiligtum - ein Widdum (eben "Wedem"), erläutert Heimatkundler Reinhold Adam. In der Nähe der Kirche - am Emscherübergang der Burgstraße - steht schon seit Anfang 1700 die Horster Mühle. An anderer Stelle muss schon seit 1597 eine Mühle den Horstern gedient haben.  1798 wird eine neue Schule am bisherigen Standort an der Burgstraße gebaut - nach langem Streit der Horster mit Freiherrn von Fürstenberg über die Finanzierung.

 

Um 1800 ist Horst landwirtschaftlich wie kleinhandwerklich-gewerblich geprägt - neben Bauern finden sich Gastwirte, Schmiede, Kaufleute, Schuhmacher, Seiler, Schneider, Leineweber und Gerber. 1806 zählt Horst 390 Einwohner in 66 Häusern.Nach den politischen Umwälzungen um 1800 wurde in Horst die Leibeigenschaft aufgehoben. Die politischen Umwälzungen berührt die knapp 400 Horster in ihrem Alltagsleben eher weniger.

 

Diese hatten andere Sorgen.

 

Zum Beispiel Überschwemmungen.  Denn die Emscherarme und Umflutungen traten bei Hochwasser regelmäßig über die Ufer, immer wieder kam es auch zu Bränden. So musste  bei einen solchen Brand einmal die Hippolytuskirche vor der Feuerbrunst gerettet werden.

 

Die Hauseigentümer mussten bereit 1784 nach einer Westfälischen Brandordnung umfangreiche Brandschutzvorkehrungen treffen.Seit 1774 lagen die Horster in einem Rechtsstreit mit dem Schlossherrn Clemens Lothar von Fürstenberg um die Teilung der Horster Mark.

 

Erst 1811 kommt es zu einem Vergleich und 1849 zu einer endgültigen Einigung mit Friedrich Leopold von Fürstenberg, wonach die Schlossherren die Hälfte der Holzmark behalten, der Rest der Holzmark und die Weidegründe unter den übrigen Berechtigten aufgeteilt werden, wie die Heimatforscher Alldieck und Allekotte berichten. In der Mark werden Teilungswege angelegt, an denen sich später die Bebauung orientieren sollte (z.B. Fischer- und Devens-/Sandstraße, Zum Bauverein oder Markenstraße 1802 endet die kurkölnische Herrschaft in Horst: Freiheit und Herrlichkeit kommen - als Folge nach dem Sieg Napoleons - mit dem Vest Recklinghausen zum Herzogtum Arenberg. Eine der wichtigsten Reformen:

 

 Das Doktorhaus

 

 

 

 

 

1808 wird die Leibeigenschaft aufgehoben. Es sollte aber noch Jahre dauern, bis sie faktisch umgesetzt wird.1808 verfügen die Schlossherren von Horst noch über 70 Leibeigene in der Herrlichkeit - die höchste Anzahl im Vest. Als Zeichen ihrer Unfreiheit mussten die Horster Leibeigenen bis dahin jährlich ein Schwein im Schloss abliefern.Die Gutsherren - wie die von Fürstenbergs - verlieren auch ihre Gerichtsbarkeit. Die französische Gesetzgebung und Gerichtsbarkeit setzt sich mehr und mehr durch. Die Französisierung nimmt noch zu, als das Vest 1811 und mit ihm Horst für knapp drei Jahre zum Großherzogtum Berg kommt. 1811 entsteht - Horst zählt 476 Seelen in 80 Wohnhäusern - die Bürgermeisterei Buer ("Mairie"), zu der auch Horst, Gladbeck und Westerholt gehören.

 

 

 Horst schrumpft auf die Fläche der bisherigen Freiheit, der Bauernschaften Vogelsang und Eckert sowie der Horster Mark (zuvor gehörten zur Herrlichkeit Horst weitere Bauernschafte

 

Erster Bürgermeister des Amtes Buer wird der Graf von Westerholt. Ihm steht neben dem Bueraner Johann Pöppinghaus auch der Horster Friedrich Karl Devens als Beigeordneter zur Seite - einer der großen Söhne Horsts. Devens wurde 1782 im 1753 erbauten "Doktorhaus" an der Essener Chaussee geboren. Nach der Niederlage Napoleons und dem Wiener Kongress 1815 wird das Vest und mit ihm Horst schrittweise in den preußischen Staat integriert. Aus dem Vest wird der Landkreis Recklinghausen - angegliedert an den neuen Regierungsbezirk Münster.

 

1830 wird der Horster Friedrich Karl Devens Landrat des Kreises Recklinghausen. Er sollte es bis 1848 bleiben. In dieser Funktion ist er maßgeblich an der endgültigen Lösung des Streits um die Teilung der Horster Mark beteiligt. 1849 stirbt er. Zu jener Zeit ist in Horst an St. Hippolytus einer der langjährigsten Pfarrer im Dienst: Adolph Ketteler - die dominierende Persönlichkeit der katholischen Kirche in Horst im 19. Jahrhundert. 1804 wird er Nachfolger von Ludwig Dannecker. Bis 1858 bleibt er Pfarrer. 1823 weiht Ketteler den neuen Friedhof (später Friedhof Horst-Nord) draußen vor dem Dorf an der Gladbecker Straße ein (die damals noch etwa auf Höhe der heutigen Turfstraße verlief).

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/gelsenkirchen-buer/2007/5/30/news-652157/detail.html  (Gefunden am 30.05.2007)

 

 Auch in Horst brach Mitte des 18. Jahrhunderts das Kohlefieber aus.

 

Als der Essener Kaufmann Theodor Wagner gemeinsam mit dem Gastwirt Wilhelm Bockmann im Januar 1955 nahe am Dorf Horst – in der Mark nahe der Emscher  nach Kohle schürften. - Das Schwarze Gold – es sollte für das kleine Emscherdorf eine große Zukunft bedeuten.

 

Wagner und Bockmann gründeten die Bohrgesellschaft „Carnap“, und begannen im Frühjahr 1955 mit Probebohrungen – unweit des heutigen Nordstern Gebäude - bereits im Mai 1955 wurden sie fündig: „Die Bohrversuche wurden in fieberhafter Weise betrieben, die Kohle wurde von dem Geschworenen als eine sehr gute bezeichnet", melden die Bergbau-Pioniere.

 

 

 

 

 

 

Zu gleichen Zeit taten sich die Horster Wilhelm Hoppe, Hermann Große Lackmann und Johann Timmeskamp zusammen um ebenfalls Probebohrungen etwas weiter nordöstlich der „Carnaper“ – Bohrstelle zu beantragen.Sie gründeten die Bohrgesellschaft „Neu Horst“ und wurden ebenfalls im Frühsommer 1855 fündig1857 (Horst zählt 822 Einwohner) begannen  beide Bohrgesellschaften mit dem Abteufen - was ungeahnt zu einer teuren Angelegenheit wurde.Denn erstens stießen die Horster Kohle-Pioniere auf Fließsand -  dieser entstanden durch die vielen Nebenarme der Emscher. Und zweitens bereitet das viel zu viele Wasser des Sumpfgebietes große Probleme, so die Heimatkundler Karl Heinz Breil und Reinhold Adam. Als erstes bekamen offenbar Lackmann und Timmeskamp kalte Füße, die ihre Anteile an Hoppe verkaufen. Der wiederum verkauft kurz drauf alles an einen weiteren Anteilseigner der "Carnaper", so dass beide Bergbau-Vorhaben verschmelzen.

 1960 sorgte neben Fließsand- und Wasserprobleme auch noch Geldmangel dafür, das die Abteufungsarbeiten von „Blücher I“ wie der Schacht an der "Carnaper- Bohrstelle" nun hieß, bei einer Teufe von 91 Metern eingestellt wurde.Der Schacht „ersoff.“

1865 wurde "Blücher I", nachdem Wagner und Konsorten mit neuen Geldgebern die "Essen-Arenberger Bergbaugesellschaft" gründeten, neues Leben eingehaucht. Jetzt gingst auf "Nordstern", wie der Schacht ab 1886 genannt  wurde, zügig voran.

1867 wurde in 228 Meter Teufe die 1. , bei 241 Metern die 2. Sohle gesetzt. Über Schacht 1 wird ein Malakoffturm errichtet, 83 Mann waren beschäftigt.n diesem  Jahr  hatte Horst  1064 Einwohner, diese  konnten  den Bedarf an Arbeitskräften nicht decken, so  hat man auswärtige Arbeitskräfte angeworben.  Vor allem aus Ostpreußen, Schlesien, Tschechien und Polen  kamen die ersten Fremdarbeiter, für die Wohnraum bereit gestellt werden musste: 1870 wurde mit  dem Bau der ersten Kolonie unmittelbar neben  der Schachtanlage Nordstern, zwischen Nordstern und Emscher begonnen.Weitere Zechenhäuser entstehen an Wall- und Blumenstraße, die Einwohnerzahl Horsts stieg ständig, Die "Alte Kolonie" wird 1880 sogar erweitert (heute befindet sich  dort die Nordsternhalde).

 

 

 

 

 

 

 

 

1868 schließlich erblickt die erste Horster Kohle das Licht der Welt - 4619 t werden gefördert. 164 Bergleute waren im ersten Förderjahr auf der Horster Zeche beschäftigt, welches das nördlichste Bergwerk (daher "Nordstern") war, und das erste, das unter einer TeufeSchachtanlage Nordstern 1870 von 200 Metern abbaut.Schon im gleichen Jahr wird die 3. Sohle in einer Teufe von 257 Metern gesetzt, erste Tageseinrichtungen werden sichtbar: Neben dem Malakoffturm eine Zwillingsdampffördermaschine, Kesselhaus und Kamin.

 

 1869 betrug die Förderung zwar schon 12 169 t, als hinderlich für eine stärkere Förderung erweist sich aber die schlechte Verkehrslage der Zeche, weiß Reinhold Adam. Die Kohle muss bislang über Landwege per Pferdefuhrwerke abgesetzt werden. Wichtig ist daher ein Eisenbahnanschluss, der Seniorenanlage St. Agnes 1870 kommt, nachdem bereits 1847 die Mindener Eisenbahngesellschaft den ersten Zug über Horster Gebiet hatte rollen lassen - aber ohne Haltepunkt, der nächste befand sich in Karnap. Mit Gleisanschluss nimmt die Förderung sprunghaft auf über 53 000 t zu.Schon ein Jahr zuvor, 1869, war die Zeche Nordstern an eine französische Gesellschaft, die "Societe anonyme des Charbonnage du Nord" verkauft worden.

 

Vier Jahre später kaufen aber eine Reihe von Gewerken aus dem aufblühenden Ruhrgebiet die Zeche zurück und gründen die Aktiengesellschaft Steinkohlenbergwerk NordsternBis 1875 wurde die Jahresförderung auf gut 94 000 t hochgeschraubt, die Belegschaft wuchs auf knapp 500 Mann anDie Einwohnerzahl Horsts stieg ständig: 1885 zählt die Gemeinde bereits 3004. 1895 schon 5062 Einwohner.Nach einer Wirtschaftskrise, in der die Schachtanlage verfällt - im Volksmund war vom "Pütt Elend" die Rede - wird ab 1889 wieder kräftig investiert und die Horster Zeche auf den neuesten Stand gebracht. 1890 begann das Abteufen von Schacht 2, so Karl Heinz Breil.Die Förderung begann 1894 aus einer Teufe von 800 Metern.815 Mann produzieren in jenem Jahr 230 000 Tonnen Kohle

 

Das St.- Josef - Hospital

Das St.- Josef - Hospital an der Buerer Straße im Stadtteil Gelsenkirchen - Horst gelegen ist eines der größten Krankenhäuser unserer Stadt. Dieses Krankenhaus, verdankt seine Gründung einer Stiftung der Eheleute Johann Buschfort und seiner Frau Gertrud geborene Küpers in der damaligen Gemeinde Horst - Emscher. Im Jahre 1876 vermachten diese testamentarisch der katholischen Kirchengemeinde ein Wohn- und Hinterhaus an der Essener Straße (heute befindet sich dort die Seniorenanlage St. Agnes), insgesamt 48 Ar Wiesen und Gartenland, sowie ein kleines Barvermögen zur Gründung eines Krankenhauses.

Es vergingen aber noch viele Jahre, bis dieser Zweck erfüllt wurde.

Nach dem Tode der Eheleute Buschfot musste zunächst der größte Teil des Hausgartens an der Essener Straße verkauft werden, um mit dem Erlöß das Wohnhaus durch einen Anbau vergrößern zu können und  die notwendige Inneneinrichtung anschaffen zu können.  Nach all diesen Vorbereitungen konnte am 05. Mai 1889 drei Schwestern aus der Genossenschaft der Franziskannerinnen aus dem Mutterhaus St. Mauritz bei Münster ihre Tätigkeit hier beginnen. Die ärztliche Betreuung übernahm der einzige Arzt der Gemeinde. Dr. Johann van Husen, dem im Jahre 1893 Dr. Franz Strunden (nach Ihm wurde die heute Strundenstraße im Horster- Süden benannt) ihn ablöste.

St. Agnes erstes Horster KrankenhausDas Haus hatte im Gründungsjahr 35 Betten; sie genügten zunächst, da die ambulante Pflege außerhalb des Krankenhauses von den Kranken bevorzug wurde, Als es aber mehr und mehr in Anspruch genommen wurde, reichten die vorhandenen Räumen nicht mehr aus, so daß ein Neubau, der sich an das alte Haus anlehnte, 1893 errichtet erden mußte, Die Bettenzahl wurde verdoppelt (70). Es folgte dann in den nächsten Jahren der Bau eines Badehauses und eine Isolierbaracke, die so notwendig  geworden war, weil um die Jahrhundertwende bei den häufigen Überschwemmungen der Emscher, die alle Abwässer der zeche und Fabriken aufzunehmen hatte und deren Flußbett in ihren zahlreichen Armen vollständig versupft war, einregelrechtes Supfgebiet und Fiebernest war. Malaria, Typhus und Ruhr traten damals außerordentlich häufig auf.

Die ersten drei in Horst verstorbenen Krankenschwestern, darunter auch die erste Oberin, starben an dieser Krankheit, die sie sich in der Krankenpflege zugezogen hatte. Eswar Dr. Strunden, der die regierung immer wieder  auf die Schaffung bessere sanitärer verhältnisse hinwies und sich um die Regulierung der Emscher bemüht.

Im Laufe der nächsten Jahre stellte sich die Notwendigkeit heraus, das Krankenhaus zu vergrößern, da die Einwohnerzahl  die 1892 noch 4422 betrug, im Jahre 1900 bereits auf 11.284, 1902 auf 12 327 gestiegen war.

Das Kuratorium unter der Leitung des energischen Pfarrers Marferding (nach Ihm wurde in Horst eine Straße benannt), wurde beschlossen einen vollständigen Neubau  zu errichten, und zwar an der damaligen Hochstraße (heute Buerer Straße nahe des Rosenhügel). Im Spätsommer 1904 erfolgte die Grundsteinlegung.Das Hospital 1904

Im April 1905 wurde das neue Haus bezogen, das über 150 Betten verfügte.

Pfarrer Marferding scheute sich aus finanziellen gründen zunächst davon zurück, auch den Neubau einer Kapelle einzubeziehen.

Daraufhin erklärten sich die Schwestern bereit, die Kosten dafür selbstaufzubringen. Und sie haben es geschafft; die Kapelle wurde mitgebaut.

Die Entwicklung machte damit jedoch nicht halt:

1909 entstand ein Isolierhaus und 1914 begann man mit dem Bau eines neuen  Flügel (Westflügel). Als aber im Sommer 1914 gerade die Fundamente fertig gestellt waren, brach der 1. Weltkrieg aus. Die Bauarbeiten verzögerten sich, so das der neue Flügel erst 1916 bezogen werden konnte.

1924 wurde der westflügel erweitert.

1929 wurde der große Ostflügel des hauptgebäudes fertiggestellt und bezogen, der in seiner Außenarchitektur leider die Anpassung an den Westflügel vermissen ließ.

Dann aber kam der 2. Weltkrieg.

Da das Haus in unmittelbarer Nähe des Benzinwerkes der Gelsenberg AG. liegt, blieb es nicht aus. daß es unter den Bombenkrieg sehr zu leiden hatte.

Bei einem großem Angriff auf Horst am 11.Juni 1944 erhielt es sieben Bombentreffer; das Hauptgebäude wurde vollständig in zwei Teilen zerlegt, Treppenhaus, Eingangshalle und Aufzug waren verschwunden, die übrign gebäudeteile wurden sehr schwer Beschädigt. Doch sofort griffen alle unter der tatkräftigen und umsichtbaren Leitung des Rektors Büssing zu, die Schäden so gut wie es möglich war, wurden notdürftig ausgebessert.

Und dann kam der zweite Großangriff. m 27. September 1944, es folgte der dritte am 23. November 1944, die den alten Wunden neue hinzufügten

St. Josef-Hospital : Fast für die Ewigkeit

Horst. Manchmal führen viele kleine Schritte schneller zum Ziel als wenige große: Das scheint das Erfolgsrezept gewesen zu sein, auf das die Verantwortlichen des St. Josef-Hospitals in Horst gesetzt hatten, als sie 1988 die Ziele für die Zukunft festschrieben. 22 Jahre später wurde der letzte Baustein des Investitionsprogramms jetzt auch eingeweiht und offiziell seiner Bestimmung übergeben. Dazu gehören die zentrale Aufnahme und der neue Haupteingang. von Wolfgang Laufs.

 http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen-buer/Fast-fuer-die-Ewigkeit-id2616105.html 

DERWESTEN 19. Februar 2010

Hospital in Gelsenkirchen bietet Demenzkranken regelmäßiges Fitnesstraining

Das St. Josef Hospital in Gelsenkirchen-Horst hat "neue Aktionsräume für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen" eingerichtet. Regelmäßige Trainingsstunden sollen die Patienten körperlich fit machen. Die Krankheit lasse sich so zumindest verzögern

 

aus WAZ DERWESTEN 18. Januar 2011

Weiter Lesen.

http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen-buer/hospital-in-gelsenkirchen-bietet-demenzkranken-regelmaessiges-fitnesstraining-id4182716.html 

Ein mutiger Mediziner trotzte dem Nazi-Terror

01.02.2013 | 09:01 Uhr WAZ DERWESTEN

Gelsenkirchen. Ehrung für Dr. Rudolf Bertram, früherer Chefarzt am St. Josef-Krankenhaus. Gelsenkirchener Künstler Heinz Rotthoff dokumentiert mit seinem Bild auch die Leiden der Zwangsarbeiterinnen

Weiter Lesen

Zitat,

http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/ein-mutiger-mediziner-trotzte-dem-nazi-terror-id7544584.html

Nach oben