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Rund um die Schalker Arena:

Schalke 04 spielte bis zur Fertigstellung des Parkstadion 1973 in der Glückauf - Kampfbahn an der Kurt- Schumacher- Straße in Schalke.

07.April 2010 Anfahrt über die Flurstraße in Beckhausen

In Gelsenkirchen war schon lange ein großes Stadion geplant. Aber die Geldmittel fehlten. Als dann aber fest stand, das die Fußball Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland statt finden würde, wurde der Bau eines großen Stadions in Gelsenkirchen vorgezogen. Denn durch ein solches Event konnte die Stadt nähmlich erhebliche Zuschüsse von Bund und Land erwarten. Das war damals bei einem, für heutige Verhältnisse "niedrigen" Preis von 56 Mio. DM - Allerdings waren in dem Preis nur die Kosten des Stadions erhalten, und nicht die Verkehrsanbindungen an das Stadion.  - Trotzdem musste man beim Bau des Stadions einiges Einsparen. So erhielt das Parkstadion nicht, wie ursprünglich geplant, ein Zeltdach wie das Olympiastadion in München. Hierdurch konnte mehrere Mio. DM gespart werden.

16.04.2010 Auf dem Weg zur Arena

Das Parkstadion entstand im "Berger Feld" wenige Meter von Schloß Berge entfernt auf einem ehemaligen Flugplatzgelände. Durch die Anbindung an die A3 mit der Anschlußstelle Gelsenkirchen - Buer, und des Emscherschnellwegs sowie der Kurt - Schumacher - Straße welche den Gelsenkirchener - Norden und Alt - Gelsenkirchen verbindet, war der Standort für das Stadion Optimal. Um die Landschaft möglichst beizubehalten entschied man sich für den Stadiontyp Erdwalllösung. Doch aufgrund des Grundwasserverhältnisses kam eine Absenkung des Stadioninnenraums nicht in Frage und so musste man Erdmaterial aufschütten, um darauf die Tribünen zu errichten.

07.04.2010 von der Flurstraße aus

 Am 29. August 1969 fand der erste Spatenstich statt. Das Stadion wurde so gebaut das an den Tribünenteile im Westen die Erdwalle auf denen im Norden und Süden die Stehplätze lagen. Dort fanden jeweils 17.042 Zuschauer Platz. Insgesamt also 34.084 Stehplätze. Im Osten befanden sich 13.786 nichtüberdachte Sitzplätze. Die Stufen hatten eine Tiefe von 0,80 cm für die Sitzplätze und 0.40 cm für die Stehplätze. Die Höhe variierte von 0,17 - 0,35 cm. Der Stadioninnenraum wurde durch einen sogenannten Reportergraben abgegrenzt.

07.April 2010 von der Flurstraße aus Gesehen

Die Tribüne waren ca. 120 Meter lang und 40 Meter breit. Aufgrund der Räume, die hinter der Tribüne über dem Marathontor lagen wurden sie hier sogar bis zu 46 Meter breit. Das Dach ragte um 27,50 Meter ins Spielfeld hinein und lag etwa 32.20 Meter über dem Rasen. im oberen Tribünenteil (Block A - H) fanden die Besucher 6.304 Sitzplätze vor. Im unteren Tribünenteil gab es wesentlich mehr Plätze, da Umkleideräume, Massageräume, Konferenzräume usw. im sechs Meter breiteren Teil über dem Marathontor nach hinten hinaus ragten. Dort konnten es sich 15.300 Besucher und 100 Ehrengäste bequem machen. Das ergab ein Gesamtzuschauerkontingent von 70.298 Plätze. Beleuchtet wurde der Innenraum von einer Viermast - Flutlichtanlage mit 240 Scheinwerfern und 15 Scheinwerfern, die am Tribünendach befestig waren.

Die Schalker Geschäftsstelle

Der Name "Parkstadion" wurde in einem Wettbewerb gewählt und stand am 31. Mai 1972 fest. Dieser Name passte zu Schloß Berge das nur wenige Meter vom Parkstadion entfern liegt.

Richtfest wurde am 15. September 1972 gefeiert und gut ein Jahr später, am 31,Juli. 01. August 1973 war das neue WM - Stadion dann fertig.

 Trainingsgelände

Dem 04. April 1973 fieberten die Knappen mit großer Freude entgegen, an diesem Tag öffnete das Parkstadion zum ersten Mal seine Tore, Das Parkstadion wurde mit einem Freundschaftsspiel vor 55 000 Zuschauern gegen Feyenood Rotterdam Eröffnet. Schalke verlor zwar mir 1:2 doch Präsident Günter Siebert blickte optimistisch in die Zukunft. Zum an die Stadt Gelsenkirchen, die den größten Batzen übernahm, trug die Mannschaft in diesem Spiel den Schriftzug "Gelsenkirchen" auf der Rückseite der Trikots, 

Arena

Am 17. August 1973 fand das 1. Bundesligaspiel zwischen Schalke 04 und VfL Bochum vor 60.000 Zuschauern stat. Schalke gewann mit 3:1. Um den Zuschauermassen der Sportveranstaltungen möglichst großen Komfort zu gewährleisten, entstanden in unmittelbarer Nähe des Stadions 17.000 Parkplätze und eine S- Bahn - Bahnhof. Bei großer Zuschauerressonanz fuhren dort in fünfminuten Takt die Sonderzüge.

Tausend Freunde Mauer

Das Stadion als Heimstätte des FC Schalke 04 entsprach Mitte der 80er Jahre immer weniger den Anforderungen eines moderen Fußballstadions und zudem litt es unter Bergschäden. Es mußte ein neues stadion her. BereitsEnde der 80er - Jahre wurden Pläne für eine neue multifunktioale Arena ausgearbeitet. Am 29. April 1989 präsentierte der damalige Präsident Günter Eichberg ein Projekt "Arena im Berger Feld", diese Arena sollte 100 Mio. DM Kosten und 45.000 Sitzplätze fassen. 

 

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