Arbeit, Leben, Gerechtigkeit

Archiv der Horster SPD.

Bereits im Jahr 1878 versuchten Bergarbeiter der Zeche Nordstern einen sozialdemokratischen Verein in Horst ins Leben zu Rufen. Im Kreis Recklinghausen, wo es bisher wie der Landrat mit Genugtuung bemerkte, keine Sozialdemokraten gegeben hatte und die sonst geläufigen Maßnahmen daher nicht bemüht zu werden brauchten, drohte die Zeche Nordstern im Sommer 1878 ihren Arbeitern mit sofortiger Entlassung, falls sie sozialdemokratischen Vereinen beitreten sollten; auch von den üblichen Zechenverwaltungen wurden die Bergleute "vorsorglich in der ernsten Weise vor der Teilnahme an den sozialdemokratischen Vereinigungen gewarnt und ihnen mit Arbeitsentlassungen gedroht".

 

Als am 20. Februar 1890 die Wahl zum 8. Deutschen Reichstag stattfand Kandidierte zum ersten mal im Kreis Recklinghausen zu dem auch die Gemeinde Horst gehörte ein Sozialdemokrat für den Deutschen Reichtstag. In der Gemeinde Horst gab es 710 Wahlberechtigte  Männer, von denen 11 ihre Stimme dem SPD Mann gaben.

 

Reichstagswahl 1890 in der Gemiende Horst

 

  Stimmen %
Wahlberechtigt; 710  
Wahlbeteiligung.    
Gültig. 404 56,9%
SPD 11 2,7%
Zentrum 383 84,9%
Nationalliberale. ----- --------
Sonstigen. 50 12,4%

 

Am 25. Februar 1890 lief das "sozialistengesetz" aus, auf der Horster Zeche waren z. d. Z. 786 Menschen beschäftigt.

Am 15. Juni 1893 fand die Wahl zum 9. Deutschen Reichstag statt.

Die Wahl war notwendig geworden, nachdem der Reichstag auf Wunsch von Reichskanzler Leo von Caprivi am 08. Mai 1893 aufgelöst wurden war.

Der Grund für die Reichstagsauflösung war wie schon bei der Auflösung 1887 eine Heeresvorlage der Regierung. http://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagswahl_1893

 

Reichstagswahal 1893 in der Gemeinde Horst - Emscher:

 

  Stimmen
SPD 47
Zentrum 647

 Die Reichstagswahl 1898 war die Wahl zum 10. Deutschen Reichstag des Deutschen Kaiserreiches.Diese Wahl fand am 16. Juni 1898 statt. Das konservativ-nationalliberales Wahlbündnis bestehend aus (Deutschkonservative, Freikonservative und Nationalliberale) musste bei dieser Wahl starke Verluste hinnehmen. Erneut bestätigte sich dagegen der seit der Reichsgründung1871und seit der Reichstagswahl 1890  zunehmende Trend zugunsten der Sozialdemokraten.Nach Stimmen waren die Sozialdemokraten klar stärkste Partei.Aber durch die Ungünstige Wahlkreiseinteilung wurde sie aber nur zweitstärkste Fraktion hinter dem Zentrum. Das tatsächlich rund 9% hinter der SPD lag. Dennoch gewannen sie einige Sitze hinzu. http://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagswahl_1898

Reichstagswahl in der Gemeinde Horst - Emscher 1898:

 

  Stimmen; %
Wahlberechtigt: 770  
Wahlbeteiligung:    
Gültig; 943 54,5
SPD 95 10,1
Zentrum 666 70,6
Nationalliberale 177 18,8
Sonstige 5 0,5

 

1900 wurden in der Gemeinde Horst 11.284 Einwohner gezählt, Hauptsächlich der Horst - Süden (alte Horst Mark)  aber aber auch der Horster - Norden wurde stark Besiedelt. 

Als am 16. Juni 1903 die Wahl zum 11. Deutschen Reichstag stattfand lag die Wahlbeteiligung  bei 76%, sie war damit deutlich höher als bei der Wahl 1898. Deutlich wurden erneut der Zuwachs der SPD. In Stimmenzahlen waren sie längst deutlich stärkste Partei, allein das ungünstige Mehrheitswahlrech tließ die SPD erneut zweitstärkste Kraft im Parlament werden. Verluste mussten vor allem die Linksliberalen und die kleineren Partei hinnehmen.

 

 

 

Reichstagswahl 16.11.1903 in der Gemeinde Horst    
  Stimmrn:  %
Wahlberechtigt: 2447  
Gültig: 1936 79,1
SPD 753 38,9
Zentrum: 758 39,2
Nationaliberale: 189 9,8
Sonstige: 236 12,2

 

Am 31. Dezember 1904 gründeten 17. Bergleute der Zeche Nordstern in  der Gemeinde Horst - Emscher  einen Sozialdemokratische Verein. An ein Versammlungslokal war noch nicht zu denken, weil sich die Horster Gastwirte sträubten, "Sozis" einen Raum zu Verfügung zu stellen.

So mußten die damaligen Versammlungen nach polizeilicher Anmeldung in der Wohnung einer der 17 Mitglieder abgehalten werden. Da alle Mitglieder in Horst wohnten, bestand in der Zusammenkunft keine Schwierigkeiten. 

 

 

 Es gehörten folgende Bergleute so weit sie mir bekannt sind der Horster SPD bei der Gründung an:

Eduard Naujoks
Franz Krakowczik
Emil Rothemann
Wilhelm Podschwadek
Emil Schwarzer
Josef Liebhard
Gustav Katzwinkel
Friedrich Unferfeth
Johann Reichrath

 Die anderen zwei sind Leider nicht bekannt.

Die ersten Vorstandsmitglieder waren:

Eduart  Naujoks
Emil Schwarzer
Josef Liebhard
Friedrich Unferfeth

Am 12. Februar 1905 stellte sich Morgens der Sozialdemokrat Franz Krakowski in die Kaue der Zeche Nordstern und hielt vor der Versammelten Belegschaft eine Ansprache, daraufhin fuhr nur 1/5 der Belegschaft an, der Rest ging nach Hause.

Am 11. September 1095 hatte die Partei in Horst 24 Mitglieder,

Der Provinzial - Parteitag des Bezirks Westfalen fand am 11. September 1905 im Lokal Röthemeyer in Witten statt, hier stellten die Horster Sozialdemokarten folgenden Antrag.
"Der Parteitag möge beraten ob nicht ein Ausweg zu finden sei, um den Lokalmangel in unserem Wahlkreis abzustellen",
Aber auch der Provinzial - Parteitag konnte keine Abhilfe schaffen

Am 26. September waren es 26 Mitglieder.

25. Januar 1907: an diesem tage fand die Wahl zum 12. Deutschen Reichstag statt. Der 11. deutsche Reichstag wurde am 13. Dezember 1906 von Reichskanzler Fürst von Lülow, nachdem die Sozialdemokraten und die Zentrumspartei ihre Zustimmung zum Nachtragshaushalt für die Finanzierung der deutschen Kolonialpolitik in Deutsch – Südafrika verweigert hatten.

Die Zentrumspartei, die  seit 1890 die Regierung stets unterstützt hatte, kritisierte nun nach den Kolonialkriegen in Deutsch – Südwestafrika die Missstände in der Kolonialverwaltung. Damit leitete die Partei eine neue Phase ihrer Geschichte ein: Von nun an übernahm das Zentrum die Rolle einer  Oppositionspartei.

(Quelle: Pressedoku 1906 Freiburger Zeitung, Samstag, 15.12.1906)

 Die SPD konnte Trotz der breiten Hetze bei einer Beteiligung von 84,7 % der wahlberechtigten 3.259.029 Stimmen gewinnen. Das waren fast eine viertel Million mehr als bei den Reichtagswahlen im Jahre 1903, als lediglich 76,1 % der wahlberechtigten an die Urnen gegangen waren.

Da das wilhelminische Wahlsystem vorsah, daß ein Kandidat die absolute Mehrheit im ersten Wahlgang erringen mußte oder in der Stichwahl zwischen dem Kandidaten mit den meisten Stimmen die einfache Mehrheit erringen mußte, schlossen sich die bürgerlichen konservativen Parteien zu einem Wahlbündnis bei Stichwahlen zusammen. Durch diesen Schachzug verringerte sich die Anzahl der Abgeordneten der SPD im Reichstag dramatisch von 81 auf 43. Der undemokratische Charakter des Wahlsystems zeigte sich deutlich darin, daß die Sozialdemokraten mit mehr als 3,2 Millionen Stimmen 43 Mandate errangen, während die Konservativen mit zirka einer Million Wählern 60 Mandate erringen konnten. Das Zentrum blieb im wesentlichen stabil, konnte gar die Zahl der Abgeordneten von 100 auf 105 erhöhen. Die Zentrums-Partei hatte mit Abstand die größte Fraktion im Reichstag.

http://www.freiburg-postkolonial.de/Seiten/Heyden-Reichstagswahlen1907.htm

 

 

Ergebnis der Reichstagswahl 1907 in der Gemeinde Horst – Emscher:

 

  Stimmen %
Wahlberechtigte 3124  
Wahlbeteiligung    
gültig 2616 83,7
SPD 922 35,2
Zentrum 1001 38,3
Nationalliberale 365 14,0
Sonstige 328 12,6

 

 

1907 gründte sich der Arbeiter - Radfahrer - Bund in Horst. Auch er hatte große Schwierigkeiten zu bewältigen, denn der Einfluß der Kirche und die stark religiös geprägte Mentalität der Arbeiter ließ in den ersten Jahren keine vernüftige Vereinsführung zu.

 

01. Mai 1908 nahmen die Horster Genossen gemeinsam  mit den Genossen aus Karnap und Gladbeck, an einer Kundgebung in Buer teil. In den frühen Morgenstunden warteten die Horst  auf dem Horster Marktplatz (dieser befand sich  an der Stelle wo heute das Horster Hallenbad steht) und warteten auf die Genosen aus Karnap und Gladbeck, gemeinsam zogen sie dann  nach Buer.

Lange Zeit war es nicht ungefährlich, an Maifeiern teilzunehmen, denn es hätte Zusammenstöße mit der Polizei geben können. Diese Zusammenstöße nahm man genauso in Kauf, wie den möglichen Verlust des Arbeitsplatzes, denn erst 1919, nach einem verheerenden Krieg, wurde der erste Mai als gesetzlicher Feiertag zugelassen

 

1909 Kandidierte der Vorsitzende der Horster Sozialdemokraten Eduard Naujoks für den Posten des Knappschaftsältesten, bei dieser Wahl Unterlag er dem Kandidaten des Christlichen Arbeitervereins.

 

Im Jahre 1910 wurde auch der Arbeitermusikverein "Dornröschen" gegründet.

 

Im Jahre 1910 stieg die Zahl der Einwohner in Horst auf 20.853 Personen. Man ging hier in Horst wie überall in Deutschland, auf die Straßen und forderte gleiches Recht für alle, denn man war gegen das 3-Klassen-Wahlrecht. Man wollte erreichen, das jeder Wahlberechtigte Bürger egal ob Frau oder Mann eine Stimme erhielt, und nicht wie das Dreiklassenwahlrecht bestimmte das wer die höheren Steuern zahlte, auch gleich zwei oder gar drei Stimmen besaß.

Zur Steuerklasse 1 gehörte in Horst nur die Zeche Nordstern, sie bestimmte 1 / 3 der Horster Gemeindevertreter.

 


Zur 2. Klasse gehörten Selbständige, Kaufleute und Handwerker.


Die Weitaus größte Zahl gehörte zur 3. Klasse insgesamt Wählte inHorst jede Abteilung 5. Kandidaten



Denn nach dem Dreiklassenwahlrecht wurde der Gemeinderat gewählt, die Wähler die das erste Drittel der Steuern aufbrachten bildete die erste und zweite Klasse.
Alle anderen gehörten zur dritten Wählerklasse, jede Klasse Wählte die gleiche Anzahl an Abgeordnete für den Gemeinderat, sowie für den Preußischen Landtag.


Die übersicht zeigt deutlich die geringe Zahl Steuerkräftiger Gewerbetreibender und die wirtschaftliche Abhängigkeit der Zeche Nordstern.

 

 

Klasse: 1
Wahlberechtigte: 2474
Steueraufkommen: 141489
Höchste- Steuer: 133.00
Wahlbeteiligung: 50%


Klasse: 2
Wahlberechtigte: 305
Steueraufkommen: 141557
Höchste- Steuer: 8953,00
Wahlbeteiligung: 85%


Klasse: 3
Wahlberechtigte: 1
Steueraufkommen: 268335
Höchste- Steuer: 268335,00
Wahlbeteiligung: 100%


Die Zahl der Wahlberechtigten betrug bei der Gemeindewahl 1910 in den 3. Abteilungen 2.474, aber nur 1.281 machten von ihrem Wahlrecht gebrauch.

Es traten folgende Kandidaten an:
Szechanovski, Zentrum 586 Stimmen.
Kazierzak, Zentrum 532 Stimmen.
Kesselböhmer, Zeche Nordstern 403 Stimmen
Kornowski, Zeche Nordstern 322 Stimmen
Eduard Naujoks, Sozialdemokraten 321 Stimmen
Karl Pehlke, Sozialdemokraten 295 Stimmen,


Die Absolute Mehrheit für die Kandidaten betrug 641 Stimmen, da diese Zahl von keinem der Kandidaten erreicht wurde, musste die Stichwahl entscheiden. Diese Wahl ging zugunsten der beiden Zentrumskandidaten aus.

 

1911 folgte die Gründung des Arbeitergesangvereins "Freiheit". Er hatte etwa 30 Mitglieder, als er am 06./07. August in Dortmund beim Gaufest des Bezirks Westliches Westfalen das erste Mal an einer großen Veranstaltung teilnahm.

Als am 28./29. Okober 1911 der Sozialdemokratische Parteitag des Bezirks Westliches Westfalen stattfand, nahmen auch Genossen aus Horst daran teil. Auf der Tagesordnung standen u. a. "Gründungen von Maifeiern, Bezirksfonds, Gründung von Jugendorganisationen, Bildungsbestrebungen, die Reichstagswahl sowie preußischer Waghlkampf und die Landtagswahl sowie Kommunalwahlkämpfe in Industriebetrienen".

 

Am 12.01.1912 fand die letzte Wahl zum Reichstag vor dem 1. Weltkrieg statt.

Diese Wahl war die Wahl zum 13. Deutschen Reichstag und gleichzeitig die letzte im Deutschen Kaiserreich.

Bei dieser Wahl erzielten die Sozialdemokraten mit 34,8% der Wählerstimmen ihr bestes Wahlergebnis im Kaiserreich.

Mit 110 Abgeordneten bildeten sie erstmals die stärkste Fraktion im Reichstag. Entscheidend war bei dieser Wahl war das erstmalige Wahlbündnis von Sozialdemokraten und Fortschrittlicher Volkspartei.

Ergebnisse der Reichstagswahl in Horst:

 

 

Stimmen

%

Wahlberechtigte.

4056

 

Gültig.

3468

85.5%

SPD

1534

44,2%

Zentrum

1248

37,0%

Nationalliberalen

------

--------

Sonstige.

686

19,8%

 

 

1912 gab es in Horst den  Arbeitersportverein „Glück auf“ er hatte 35 Mitglieder.

 

Am 07.November  fand die Gemeindewahl statt.


Name:

 Vorname:

Partei:

Stimmen:

Steiniger

Franz

Zentrum

559

Zitz

Theodor

Zentrum

552

Feuersänger

Albert

SPD

413

Pehlke

Karl

SPD

397

Karnowski

Karl

Ev.- Arbeiter

248

Regener

Ernst

Ev.- Arbeiter

236

 

 

Da keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit von 609 Stimmen erhielt, obwohl jeder Wähler zwei Stimmen hatte, fand eine Stichwahl zwischen den ersten vier Kandidaten am 18/19. November statt.

Bereits am ersten Tag im zweiten Wahlgang  wurden mehr Stimmen für die beiden Zentrumskandidaten als für die Sozialdemokraten abgegeben.Das Ergebnis für Steiniger und Zitz viel deshalb so hoch aus, weil eine Anzahl von Wählern bei der Stichwahl nur eine Stimme  abgegeben hatten.

 

 

Name: Vorname: Partei: Stimmen:
Steiniger Franz Zentrum 561
Zitz Theodor Zentrum 557
Feuersänger Albert SPD 358
Pehlke Karl SPD 340

 

 

Somit waren Steiniger und Zitz gewählt.

 

In der zweiten Abteilung erhielten:
Josef Weber, Bauunternehmer (Zentrum) 271 Stimmen.
Jakob, Doktor (Zentrum) 221 Stimmen-
Preineri, Handwerksneister (Zentrum) 185 Stimmen.
Krach (Zentraum) 78 Stimmen und Bischof, Zentrum ebenfalls 78 Stimmen.

In der ersten Abteilung wurden gewählt
Der Markschneider Wiemhoff (Zentrum)
und der Kaufmann Staffelmann (Zentrum).
Da die Wahl von Wiemhoff für Ungültig erklärt wurde, erklärte man den bisherigen Gemeindvorsteher Thoedor Siebeck als gewählt.

So setzte sich der Horster Gemeinderat 1912 wie folgt zusamme.
Amtmann: Franz Kranefeld (Zentrum)
Franz Steininger (Zentrum)
Theodor Zitz (Zentrum)
Josef Weber (Zentrum)
Preineri (Zentrum)
Dr. Jakob (Zentrum)
Kracht (Zentrum)
Bischof (Zentrum)
Staffelmann (Zentrum)
und Theodor Siebeck (Zentrum).

1992

 

 

Neujahrsempfang 1993

Horster Drehscheibe 1994 "So viele Ehrengäste..."

1995 - Neujahrsempfang SPD - Horst - Nord

 

1982 Rudi Zenker (M). Lutz  Dworzak /r.).


 

 

Neujahrsempfang 2006

 Horster Familienpost Donnerstag, 26. Januar 2006.

Johannastraße

Familienpost Donnerstag,26.Januar 2006

 

 

 

Horster Familienpost Donnerstag, 30. März 2006

 

 

 Horster FamilienpostDonnerstag, 30. März 2006

 

Horster Familienpost Donnerstag, 30. März 2006. 

 Berlinfahrt 2006

Berlinfahrt

Tauben unterm Hammer

Der Kinderschutzbund Gelsenkirchen freut sich über den Erlös einer Taubenversteigerung der Emschertaler Reisevereinigung. Benachteiligten Jugendlichen soll so der Kindergeburtstag ermöglicht werden

Für viele Menschen gelten sie als Plage. Aus den Innenstädten möchte man sie am liebsten vertreiben. Tauben unterm Hammer, das muss nun doch nicht sein. Doch, zumal für einen guten Zweck wie bei der Taubenversteigerung der Emschertaler Reisevereinigung am Sonntag. Am Ende freuten sich nicht nur die Besitzer neuer Tauben, sondern auch der Kinderschutzbund Gelsenkirchen. Knapp 4500 Euro wurden zusammengetragen, die der Kinderschutzbund nun für gezielte Projekte einsetzt.

Im ganzem Bundesgebiet waren Hans Ohloff, der Vorsitzende des Zuchtvereins, und seine Mitstreiter unterwegs, um gespendete Tauben nach Gelsenkirchen zu holen. Namhafte Nachfahren von Olympiasiegern, deutschen Meistern, Verbands- und Vereinsmeistern kamen so unter den Hammer. Züchternamen wie Herbotz, Wieden oder Thien lockten über 200 Taubenkenner aus ganz Nordrhein – Westfalen zum Vereinsheim an der Helenenstraße.

„Ich hab schon als Kind mit dem Taubensport angefangen und bin regelmäßig bei Versteigerungen“, berichtet Thomas Bolz aus Bochum. Er legt Wert auf gute Reiseleistungen, den Körperbau und die Form der Flügel. Für 50 Euro bekam er am Sonntag den Zuschlag für seine Wunschtaube.

Deutlich tiefer musste der Bieter für die Taube mit dem wenig verheißungsvollen Namen „231500271“ in des Tages den Besitzer. Eine von Züchter Hans Banschewitz gespendete Taube brachte immerhin 120 Euro auf das Spendenkonto. Der heute erfolgreiche Züchter wechselte erster deutscher Fußballprofi von Eintracht Gelsenkirchen in die Vereinigten Staaten.Mit dem eingenommenen Geld will der einst als Schutzbund benachteiligte Kinder und Jugendliche fördern, die sich bestimmte Dinge nicht leisten können.  „Wir wollen Kindergeburtstage finanzieren und in unseren Räumlichkeiten einen Mittagstisch, sowie kulturelle Förderung anbieten“, so der zweite Vorsitzende des Kinderschutzbundes Gelsenkirchen, Thomas Frings. Den Kontakt zu den Taubenfreuden der Emschertaler Reisevereinigung stellte der SPD- Ortsverein Horst – Nord über den Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses Ralf Lehmann her.

 

Ralf Lehmann bleibt Vorsitzender des Ortsvereins Horst – Nord

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des SPD Ortsvereins im Awo- Seniorenzentrum am Marie- Juchacz- Weg 16 wurde Ralf Lehmann der nun mehr zeit 2000 den Ortverein vorsteht erneut zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Vorstandswahlen 2010
Als Stellvertreter steht im weiter hin Heinz Kolb und Heinz Jäger (neu) zur Seite.
Udo Gerlach der seit 1992 die Kassengeschäfte führt erhielt erneut das für zwei Jahre das Vertrauen der Mitglieder. Stellvertreter wurde wieder Thomas Hartwig.
Zur Schriftführerin wurde Rosemarie Gerlach und Stellvertreter wurde Heinz Kolb der auch erneut zum Bildungs- und Presseobmann gewählt wurde.
Seniorenbeauftragte wurde Gerda Jäger und Gerd Franz.
Ergänzt wurde der Vorstand durch Karin Franz, Wilma Fries, Ursula Kolb, Günter Sulima (neu), Gerd Pommerenke und Bernd Zenker- Broeckmann als Beisitzerinnen und Beisitzer.
Revisoren wurden Heinrich Schepers, Gerd Franz und Uwe Zenker.
Delegierte für den UB- Parteitag wurden: Udo Gerlach, Rosemarie Gerlach, Ralf Lehmann, Gerda Jäger und Uwe Zenker.
Ersatzdelegierte: Heinz Kolb, Frank Baranowski, Heinrich Schepers und Heinz Jäger.
Horster Familienpost04.März 2010.

 

 

 

 

 

 


 

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